Richtig angezogen zur Königskrabben-Safari in Kirkenes, zu jeder Jahreszeit
Bei beiden Königskrabben-Safaris in Kirkenes bekommst du die schwere Außenschicht gestellt, einen Überlebensanzug musst du also nicht einpacken. Was du darunter trägst, entscheidet, ob sich drei Stunden auf dem Fjord frisch oder elend anfühlen. Ein paar kleine Dinge in den Taschen helfen auch.
Was dir der Veranstalter zu Beginn gibt
Snow Resort Kirkenes stattet alle vor Tourbeginn aus. Für die Sommertour im RIB holst du am Kai Schwimmanzug und Rettungsweste ab. Fäustlinge und eine Sturmhaube gehören zur Leihausrüstung, danach folgt eine Sicherheitseinweisung.
Das Winterangebot nennt einen Thermoanzug mit Stiefeln und Socken. Fäustlinge und eine Sturmhaube gibt es auch, dazu einen Helm für die Schlittenfahrt. Du ziehst dich im Snow Resort um, deine eigene Kleidung muss also nur unter diesem Anzug funktionieren.
Wegen dieser Leihschicht muss niemand für diese Tour Expeditionsausrüstung kaufen. Deine Aufgabe ist die Schicht direkt auf der Haut. Kümmere dich auch um Kopf, Hände und Füße, wo die geliehene Ausrüstung Lücken lässt.
Kühle Sommerluft auf einem schnellen Boot
Ein Sommertag in Kirkenes liegt oft um 10–15 °C. Das klingt mild, bis das RIB Fahrt aufnimmt und der Wind über die offenen Sitze fegt.
Bei kabbeligem Fjord erreicht Gischt die Mitfahrenden. Der Schwimmanzug hält das meiste ab, aber ein feuchtes Baumwollshirt darunter bleibt den Rest des Nachmittags kalt, auch beim Essen auf der anderen Fjordseite.
Trag eine dünne Basisschicht aus Wolle oder Kunstfaser mit einem Fleece oder leichten Wollpullover darüber. Das reicht an den meisten Sommertagen unter dem Schwimmanzug, und unser Schritt-für-Schritt-Bericht zur RIB-Safari zeigt, wie viel der Tour in schneller Fahrt vergeht.
Lass Baumwolle zu jeder Jahreszeit im Hotel. Jeans und Baumwoll-Hoodies saugen Gischt oder Schweiß auf und wärmen dann nicht mehr. Wolle und Fleece halten etwas Wärme, auch wenn sie feucht werden.
Stillsitzen auf dem Wintereis
Der Winter in Kirkenes liegt oft deutlich unter null, und an kalten Tagen kann es auf dem Fjord um −10 bis −20 °C haben. Auf der Eistour sitzt du als Mitfahrer in einem Schlitten hinter einem Schneemobil, du sitzt also still im Fahrtwind.
Sitzen ist kälter als Gehen. Trag unter dem Thermoanzug lange Wollunterwäsche mit einer warmen Zwischenschicht darüber. Eigene dicke Socken sind in Ordnung, wenn du sie dem Leihpaar vorziehst.
Vermeide einen einzigen riesigen, dicken Pullover. Zwei dünnere Schichten halten mehr Wärme und passen trotzdem unter den Anzug. Der Ablauf der Eissafari erklärt, wie lange du im Schlitten sitzt und wie lange draußen auf dem Eis am Reusenloch.

Was auf Kopf und Hände gehört
Die Sturmhaube vom Veranstalter bedeckt das Gesicht, aber eine eigene warme Mütze ist vor und nach der Fahrt trotzdem nützlich. Eine dünne Wollmütze passt unter einen Winterhelm und wärmt für ihre Größe enorm.
Dünne Unterziehhandschuhe unter den geliehenen Fäustlingen helfen in beiden Jahreszeiten. Damit kannst du ein Foto machen oder ein Krabbenbein öffnen, ohne die Finger freizulegen, und auf dem Eis bleiben deine Hände beweglich, während du beim Einholen der Reusen hilfst.
Nimm eine Sonnenbrille mit. Im Sommer blendet das Wasser, und im Spätwinter wirft die tief stehende Sonne ihr Licht von Schnee und Eis zurück. Pack auch Lippenpflege ein, denn der Wind trocknet die Lippen in der Kälte innerhalb einer Stunde aus.
Du buchst die Sommertour mit dem Boot?
Auf der RIB-Safari leiht die Crew Schwimmanzüge mit Rettungsweste aus. Die meisten tragen darunter nur eine Basisschicht und ein Fleece.
Schuhe für einen nassen Kai oder einen gefrorenen Fjord
Im Sommer gehst du über einen Kai, steigst ins Boot und wieder hinaus und dann auf einen Bootshaussteg. Warme, wasserdichte Schuhe mit griffiger Sohle passen zu allem, dünne Stadtsohlen rutschen auf nassen Planken.
Im Winter leiht der Veranstalter Stiefel, damit ist das Eis selbst abgedeckt. Trag etwas Warmes und Wasserdichtes für den Weg vom Auto zum Umkleideraum, denn der Hof am Snow Resort besteht monatelang aus Schnee und Eis.
Dicke Socken sind wichtiger als die Schuhe. Nimm ein Ersatzpaar in einer Tasche mit, denn kalte Füße sind die häufigste Klage bei jedem Ausflug in der Arktis.
Handys und Akkus in der Kälte
Kälte leert Handyakkus schnell, und auf einem Winterfjord kann ein Handy bei 30 Prozent abschalten. Bewahre es in einer Innentasche nah am Körper auf und hol es nur für das Foto heraus.
Eine Handschlaufe oder ein Umhängeband ist auf dem Boot eine gute Idee. Ein Handy, das über die Seite eines RIB fällt, ist weg, und ein verlorener Handschuh auf dem Eis ist nur wenig besser.
Eine kleine Powerbank in einer Innentasche gibt dir nach dem Essen eine zweite Chance. Der Guide fotografiert die Gruppe oft mit dem Fang, aber deine eigenen Fotos hängen von einem funktionierenden Akku ab.
Eine kurze Packliste für jede Jahreszeit
Beide Touren dauern laut GetYourGuide etwa 3 Std. (etwa 4 auf Viator), und zu beiden gehört das Krabbenessen, du brauchst also wenig sonst. Eine kleine Tasche reicht.
- Sommer: Basisschicht aus Wolle oder Kunstfaser, Fleece, warme Mütze, Sonnenbrille, wasserdichte Schuhe mit Grip
- Winter: lange Wollunterwäsche, zwei dünne Zwischenschichten, dicke Socken plus ein Ersatzpaar, dünne Unterziehhandschuhe
- Beide Jahreszeiten: Lippenpflege, eine Handyschlaufe, eine Powerbank in der Innentasche, Geld für Getränke
Getränke zahlst du bei beiden Touren extra im Restaurant, das zeigt unsere Aufstellung, was jede Safari kostet. Unser Vergleich von Boot und Eis hilft dir, eine Jahreszeit passend zu deiner Kälteverträglichkeit zu wählen. Der Guide zur Reisezeit beschreibt Licht und Wetter im Lauf des Jahres.
Du kommst für einen Nachmittag vom Schiff? Der Guide für den Kreuzfahrtstopp zeigt, was du an Land mitnimmst, wenn dein Gepäck an Bord bleibt.